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Kontaktlinsenanpassung

Kontaktlinsen sind eine gute Alternative zur Brille. Vor allem bei Patienten mit hohen Brechungsfehlern sind die Kontaktlinsen der Brille im Alltag oft überlegen.

Es stehen heute verschiedene Kontaktlinsentypen zur Auswahl, die sich prinzipiell in drei Hauptgruppen einteilen lassen:

A: formstabile, hochsauerstoffdurchlässige Kontaktlinsen

B. weiche Kontaktlinsen

C. Austauschsysteme

Jede Kontaktlinse hat ihren speziellen Anwendungsbereich. Möchten Sie oft, viele Stunden am Tage und über viele Jahre ohne großes Risiko Kontaktlinsen tragen, kann man aus augenärztlicher Sicht fast nur harte, formstabile Kontaktlinsen empfehlen. Dies gilt in ganz besonderem Maße auch für Kinder und Jugendliche. Harte Kontaktlinsen werden Ihrem Auge individuell angepasst, sind dann auf Ihrem Auge immer gut beweglich und gewährleisten die beste Sauerstoffversorgung der Hornhaut.

Möchten Sie dagegen die Kontaktlinsen nur gelegentlich beim Sport oder zum Ausgehen verwenden und tragen ansonsten meistens die Brille, bieten sich wei­che Kontaktlinsen an. Zwar gewöhnt man sich schneller an die weichen als an die formstabilen Kontaktlinsen, jedoch besteht ein deutlich höheres Risiko für Nebenwirkungen. Bei sorgsamem Umgang und nicht zu langen Tragezeiten wer­den jedoch auch weiche Linsen meist über viele Jahre gut vertragen.

Bei Austauschsystemen wird die Kontaktlinse durch eine neue Kontaktlinse gleichen Typs und gleicher Stärke ersetzt. Austauschsysteme sind vor allem dann sinnvoll, wenn eine Unverträglichkeit auf Pflegemittel besteht.

Jedoch ist einiges zu beachten. Die Kontaktlinse befindet sich im Gegensatz zu einer Brille direkt auf dem Auge. Daher besteht bei unsachgemäßer Behandlung, besonders aber bei nicht sorgfältiger Pflege, die Gefahr einer Schädigung oder Infektion des Auges. Man kann das Tragen der Kontaktlinsen in gewisser Weise mit dem Autofahren vergleichen: Je öfter man fährt, je länger man fährt und je schlechter das Fahrzeug gewartet wird, desto höher ist das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden. Beim Tragen von Kontaktlinsen ist dies ähnlich: Je öfter man die Linsen trägt, je länger man sie (pro Tag) trägt und je schlechter man sie pflegt, desto größer ist die Gefahr, dass das Auge durch die Kontaktlinse geschädigt wird.

Bei sachgemäßer Anpassung, guter Pflege und Einhaltung der Tragepausen zur Erholung des Auges ist und bleibt die Kontaktlinse eine gute Alternative zur Brille.

Aufgrund der neuen Gesundheitsreform werden die Kontaktlinsen fast ausschließlich nur noch bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren mit entsprechender Indikation und bei Patienten, bei denen auch mit Kontaktlinse noch eine erhebliche Sehminderung (auf 30 %) besteht, von den gesetzlichen Kranken­kassen übernommen. Von den Privatversicherungen wird - je nach Vertrag – meist der größte Teil der Kosten erstattet.

Sollten Sie eine Kontaktlinsenanpassung wünschen bzw. Fragen zur Anpassung oder zu den Kosten haben, können Sie bei der Anmeldung einen Termin im Kontaktlinsenstudio bei Frau Heike Güthner (Augenoptikermeisterin) vereinbaren.