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Messung der Nervenfaserschicht mit dem GDx

Der Grüne Star (Glaukom) führt zu einer Verminderung der Zahl der Nervenfasern in der Netzhaut des Auges. Diese Ner­venfasern haben die Aufgabe, den Seheindruck vom Auge durch den Sehnerven in das Gehirn zu übertragen. Fällt eine größere Zahl dieser Fasern aus, so entstehen Defekte, die der Patient als Gesichtsfeldausfälle und im fortgeschritte­nen Sta­dium als Verschlechterung des Sehvermögens bemerkt. Im Frühstadium ist es möglich, noch lange bevor der Patient die ersten Ausfälle feststellt und gerade dann, wenn das Glaukom be­sonders erfolgreich behandelt werden kann, mit einer spe­ziellen computeri­sierten Technik erste Änderungen der Ner­venfaserdicke zu bestimmen.

Das GDx, von LDT (Laser Diagnostic Technology) entwi­ckelt, ermöglicht die Früherken­nung von glaukomatösen Schäden und ergänzt das HRT II durch seinen anderen Unter­su­chungs­ansatz besonders bei der Verlaufs- und Therapiekon­trolle. Das GDx misst mit polari­siertem Licht die Dicke der Nervenfaser­schicht um den Sehnervkopf. Dabei zeigt sich schon in sehr frühen Stadien des Glaukoms eine Abnahme der Nervenfaserdicke. Die Untersuchung mit dem GDx geht schnell und ist nicht invasiv (eingreifend). Eine Erweiterung der Pupillen ist in der Regel nicht notwen­dig.

Der Ausdruck der GDx-Untersuchung enthält vier Bereiche. Oben ein Photo des Augenhinter­grundes mit dem Sehnerv­kopf. Darunter werden die Nervenfasern in sogenannten Falsch­farben dargestellt. Hierauf folgt ein Bild, das die Ab­weichung der Nervenfaserdicke im Ver­gleich zu Gesunden zeigt, und schließlich eine Darstellung der eigenen Nervenfa­ser­schicht im Verhältnis zum normalen Befund .

Auch diese moderne Untersuchungstechnik wird von keiner gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Die Kosten für diese Untersuchung belaufen sich nach GOÄ auf 65 €.

Sollten Sie diese Untersuchung als Vorsorgeleistung wün­schen bzw. noch Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an die Damen der Anmeldung. Sie werden mit Ihnen einen Termin ver­einbaren.


Der GDx Ausdruck zeigt oben das Fundusbild. Darunter (mit blauem Hintergrund) die Nervenfaserdicke. Beim rechten Auge (linke Seite) fand sich ein recht gutes Ergebnis, das man an den kräftigen Farben er­kennt, die die Nervenfaserndicke widerspiegeln. Die dicke grüne Linie im unteren Feld liegt noch im Normbereich. Dagegen zeigt sich am linken Auge (rechte Seite) ein deutlicher Verlust der Nervenfa­sern. Dies ist besonders gut im dritten Bild von oben zu erkennen. Die oben und unten liegenden Farbfelder sind jene Bereiche, bei denen im Vergleich zu Normalpersonen deutlich geringere Nervenfaserdi­cken gemessen wurden.